Landessparkasse zu Oldenburg

Energieeffiziente Sanierung – So finanzieren private Eigentümer ihre Modernisierung

Die Energiewende beginnt vor der eigenen Haustür. Wer sein Eigenheim energetisch modernisieren möchte, steht dabei vor zwei zentralen Fragen: Welche Maßnahmen lohnen sich langfristig und wie lässt sich das Vorhaben optimal finanzieren? Hier einige Tipps von der Landessparkasse zu Oldenburg (LzO):

1. Der richtige Finanzierungsrahmen

Eine Finanzierung muss stets zur persönlichen finanziellen Situation passen. Entscheidend ist nicht das Alter, sondern die Fähigkeit, die monatliche Rate dauerhaft tragen zu können. Deshalb empfiehlt es sich, gemeinsam mit der Hausbank eine detaillierte Einnahmen‑Ausgaben‑Analyse zu erstellen. So bleibt nach Abzug der Kreditrate ausreichend „Geld zum Leben“ – auch für unvorhergesehene Ausgaben. Ein zusätzlicher Schutz durch eine Kreditschutzversicherung kann finanzielle Engpässe bei Arbeitsunfähigkeit, Arbeitslosigkeit oder im Todesfall abfedern.

2. Digitale Planungshilfen

Der „Modernisierungsrechner“ auf lzo.com unterstützt Eigentümer bei der ersten Planung. Nach Eingabe von Basisdaten zur Immobilie werden automatisch relevante Kennzahlen ermittelt und passende Einzelmaßnahmen vorgeschlagen. Der daraus resultierende Modernisierungsplan liefert:

  • den aktuellen Energiebedarf,

  • geeignete Maßnahmenpakete,

  • mögliche staatliche Förderungen,

  • das Einsparpotenzial in Kosten und CO₂‑Emissionen.

Ein ergänzender „Wohnkomfortrechner“ hilft, den zukünftigen Wohnkomfort nach den geplanten Maßnahmen zu bewerten.

3. Energieberatung vor Ort

Für die Auswahl passender Maßnahmen und die Beantragung von Fördermitteln ist häufig die Einbindung eines „Energieeffizienz‑Experten“ nötig. Die LzO vermittelt über lbs‑energieberatung geeignete Berater aus der Region. Der Energieberater kontaktiert den Kunden direkt und unterstützt ihn beim gesamten Antragsprozess.

„Gemeinsam schaffen wir ein energieeffizientes Zuhause – für mehr Komfort, geringere Kosten und einen Beitrag zum Klimaschutz.“   LzO

4. Förderprogramme – Überblick

Es stehen zahlreiche Förderinstrumente bereit, um die energetische Sanierung zu unterstützen:

  1. Wohngebäude – Kredit (261)                    
    Haus und Wohnung energieeffizient sanieren

  2. Erneuerbare Energien – Standard (270)
    Förderkredit für Strom und Wärme

  3. Einzelmaßnahmen Ergänzungskredit – Wohngebäude   (358/359) 
    Für bereits bezuschusste (BAFA und oder KfW) Einzelmaßnahmen zur energetischen Sanierung von Wohngebäuden

  4. Wohneigentum für Familien – Bestandserwerb (308)
    „Jung kauft Alt“: Für Familien mit Kindern, die eine bestehende Wohnimmobilie kaufen und energieeffizient sanieren.

  5. Klimafreundlicher Neubau im Niedrigpreissegment – Wohngebäude (296)
    Haus und Wohnung energie- und flächeneffizient bauen

  6. Klimafreundlicher Neubau – Wohngebäude (297, 298)
    Haus und Wohnung energieeffizient und nachhaltig bauen

  7. Wohneigentum für Familien – Neubau (300)
    Für Familien mit Kindern, die klimafreundlich bauen

  8. Bundesförderung für effiziente Gebäude (BAFA)
    Zuschüsse für Einzelmaßnahmen

Für die Beantragung der Mittel und den Nachweis der produktbezogenen Einhaltung
der energetischen Anforderungen ist für die meisten Produkte die Einbindung eines
Energieeffizienz-Experten beziehungsweise eines Fachunternehmers erforderlich.

5. Schnellfinanzierung ohne Fördermittel

Wer sofort starten möchte, kann den „Erneuerbare‑Energien‑Kredit der LzO“ nutzen. Er ermöglicht die Finanzierung von Photovoltaik‑Anlagen, Wärmepumpen oder Pelletheizungen mit:

  • Kreditbetrag bis 100.000 Euro

  • Laufzeit bis 180 Monate

  • Entscheidung in 30 Minuten und Auszahlung in einer Summe

  • feste monatliche Rate und kostenfreie Sonderzahlungen

Eine Energieberatung ist hierfür nicht zwingend nötig – ideal für schnelle Projektstarts. 

6. Versicherungs‑Check

Energetische Sanierungen steigern den Immobilienwert, erhöhen aber auch das Risiko für bestimmte Schäden. Eigentümer sollten deshalb prüfen, ob ihre Wohngebäude und Hausratversicherung ausreichende Deckungen für Photovoltaik oder Wärmepumpenanlagen bietet. Bei erhöhten Gefahren durch extreme Wetterereignisse empfiehlt sich zusätzlich eine „Elementarversicherung“. Für größere Bauvorhaben ist zudem eine „BauherrenRechtsschutzversicherung“ sinnvoll. 

7. Fazit: Der persönliche Dialog zählt

Unabhängig von der gewählten Finanzierungsform bleibt das persönliche Gespräch mit der Hausbank und dem Energieberater das Kernstück einer erfolgreichen Sanierung. Nur wer seine individuelle Situation kennt, kann die passende Maßnahme wählen, Fördermittel optimal nutzen und die Finanzierung langfristig tragfähig gestalten.