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Wasserstoffatlas für mehr Sichtbarkeit

In der Mobilität und der Industrie, bei Elektroautos oder Wärmepumpen – Wasserstoff wird für die Stromversorgung auf dem Weg zur Klimaneutralität immer wichtiger. Doch wie ist der aktuelle Bestand? Und welche Potenziale und Chancen gibt es? Um sich hier einen besseren Überblick verschaffen zu können, hat die IHK Nord, deren Vorsitz die Handelskammer Bremen in diesem Jahr hat, kürzlich einen Wasserstoffatlas mit interaktiver Karte veröffentlicht. Deutlich erkennbar ist, wo sich insbesondere in Norddeutschland Schwerpunkte bilden.

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Der Wasserstoffatlas bietet einen Überblick über ganz Deutschland.

Potenzial berechnen lassen

Ins Leben gerufen wurde der Atlas, der den Status quo der Wasserstoffwirtschaft in ganz Deutschland abbildet, vor drei Jahren von Prof. Dr. Michael Sterner von der Ostbayerischen Technischen Hochschule (OTH)Regensburg. „Wir sind eine Wasserstoffrepublik beziehungsweise möchten eine werden. Dafür braucht es eine Orientierung“, so der Initiator in einem Interview.

„Wasserstoff ist ein wichtiger Baustein für die Umsetzung der Energiewende – unentbehrlich für die Realisierung einer nachhaltigen Zukunft.“

Prof. Dr. Michael Sterner von der OTH Regensburg

Sichtbar gemacht wird alles, was bereits vorhanden ist: Forschungseinrichtungen, Hersteller für Anlagentechnik, aber auch Potenziale für bestimmte Gebiete und Regionen. Hilfreich sei dies für viele Nutzer. Beispielsweise für Planer in Ämtern, die sich das Potenzial für erneuerbare Energien berechnen lassen möchten. Oder falls jemand einen Wind- oder Solarpark bauen möchte und sich überlegt, dazu noch eine Wasserstoffanlage zu errichten. Dann bietet der detaillierte Atlas eine Orientierung zu unterschiedlichen Faktoren wie Hersteller, Kosten oder CO2-Ersparnis. „Interessant ist die Funktion auch für Bildungseinrichtungen, die beispielsweise Anlagen besichtigen möchten“, so Sterner.