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03 | 2024
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© Sparkasse Bremen

Sparkasse Bremen: 

Qualifizierte Beratung in der Unternehmensnachfolge

Was tun mit dem Lebenswerk, wenn man sich allmählich zurückziehen möchte? Egal, ob ein Nachfolger aus der eigenen Familie bereitsteht oder die Firma in andere professionelle Hände übergeben wird: Gute und frühzeitige Planung ist hier unerlässlich.

Unterstützung bei dieser so neuen wie großen Herausforderung bieten beispielsweise darauf spezialisierte Berater. Auch in der Sparkasse Bremen ist das der Fall. Dabei geht es nicht nur um die Weitergabe an sich, sondern auch um den Werterhalt oder die Wertsteigerung des Unternehmens.

„Die Nachfolgeplanung ist ein zentraler Bestandteil der langfristigen Vermögensstrategie eines Unternehmers. Sie stellt sicher, dass das Unternehmen im Falle eines plötzlichen Ausscheidens des Unternehmers weitergeführt werden kann und das Vermögen in geordneten Bahnen an die nächste Generation übergeht. Sie beinhaltet die Sicherung des Lebenswerks. Das Gleiche gilt für das Privatvermögen des Unternehmers, das daneben noch zur Sicherung der Familie, des Familienfriedens und der Versorgung der gesamten Familie dient“, so Mirko Pillatzki von der Sparkasse Bremen.


Drei Varianten der Unternehmensnachfolge kommen dabei zum Tragen: Familiennachfolge, Management Buy-in und Management Buy-out.


Familiennachfolge:

Bei der traditionellsten Variante bleibt das Unternehmen in der Familie. Übergeben wird es an ein Familienmitglied oder an mehrere. Während der frühzeitigen Beratung werden die Nachfolger auf ihre künftige Rolle vorbereitet. Da dies auch mit Konflikten innerhalb der Familie einhergehen kann, kommt dem Berater hier auch Funktion eines Moderators zu – das wichtigste Ziel ist dabei den Familienfrieden zu wahren. Je nach Konstellation macht es Sinn, einen Mediator/in einzuschalten.

Management Buy-in (MBI):

Ist aus unterschiedlichsten Gründen kein geeigneter Nachfolger in der Familie oder der Belegschaft in Sicht, wird das Unternehmen oft an ein externes Managementteam übergeben. Bei diesem so genannten Management Buy-in kann der Berater die Suche nach geeigneten Kandidaten und die Strukturierung des Übergabeprozesses begleiten – auch unter Berücksichtigung der Firmenwerte und der Wünsche des abgebenden Unternehmers, zum Beispiel das Wohl seiner Belegschaft am Herzen liegt.   

Management Buy-out (MBO):

Beim Management Buy-out übernehmen Mitglieder des bestehenden Managements den Betrieb. Hier setzt der bisherige Inhaber insbesondere auf die Erfahrung des zukünftigen Chefs: sowohl das Unternehmen als auch die Mitarbeiter sind ihm vertraut. Der Berater der Sparkasse Bremen unterstützt bei der Finanzierung und begleitet bei der Vertragsgestaltung, um eine reibungslose Übergabe zu gewährleisten. Im Vorwege wird dabei unterstützt, den richtigen Firmenwert und das richtige Modell der Übergabe auszuwählen.

Die Ausgangssituation

Nach einer gründlichen Analyse zur Unternehmenssituation und der persönlichen Lage des Unternehmers kann der Berater gemeinsam mit dem Kunden maßgeschneiderte Nachfolgestrategien entwickeln. Dabei spielen auch die individuellen Ziele des Eigentümers eine Rolle: Möchte er sich vollständig zurückziehen oder weiterhin in beratender Funktion tätig sein? Gibt es spezielle Wünsche hinsichtlich eines geeigneten Nachfolgers? Von Anfang an für alle Beteiligten unerlässlich: eine offene und transparente Kommunikation. Auch der Unternehmenswert wird ermittelt – und wie man diesen während des Verkaufsprozesses eventuell sogar noch steigern kann. Finanzielle Transparenz ist dabei unerlässlich. Damit potenzielle Käufer nachvollziehbare Finanzberichte vorfinden, kann der Berater bei der Optimierung der Dokumente unterstützen, potenzielle Risiken frühzeitig mit Hilfe von Netzwerkpartnern identifizieren und beheben. Dieses setzt einen guten Austausch zwischen steuerberatenden und rechtsberatenden Berufen und dem Nachfolgeexperten der Sparkasse voraus. Außerdem können der Spezialist und das Netzwerk der Sparkasse Maßnahmen zur Effizienzsteigerung empfehlen und umsetzen, beispielsweise durch den Einsatz eines Unternehmensberaters. Auch die Stärkung der Beziehungen zu Kunden und Lieferanten spielt eine nicht zu unterschätzende Rolle, damit die bisherige Vertrauensbasis auch für die Zeit nach der Übernahme gesichert wird. Insbesondere langfristige und stabile Beziehungen sind wertsteigernde Faktoren.

Der Verkaufsprozess

Um einen optimalen Verkaufserlös zu erzielen, sollten Unternehmer folgende Schritte vorbereiten:

  • Unternehmensbewertung
  • Verkaufsstrategie
  • Strategischer Erwerb von Unternehmen
  • Due Diligence

Zu allen Punkten kann der Berater hilfreiche Tipps geben und die erforderlichen Schritte einleiten. Insbesondere die Vertragsverhandlungen benötigen fundiertes Fachwissen in den unterschiedlichsten Bereichen, insbesondere im Rechtswesen und im Steuerrecht. Auch hier kann die Sparkasse auf ein umfassendes Netz an professionellen Partnern zugreifen. Zu den Schlüsselkomponenten gehört unter anderem die Vermögensaufteilung im Erbfall, die einer besonders komplexen Beratung bedürfen. „Für Unternehmer ist die Vermögensanalyse und Nachfolgeplanung essenziell, um den langfristigen Erfolg des Unternehmens und die finanzielle Sicherheit der Familie zu gewährleisten. Dieses sichert die Ruhestandsphase, auch Erntezeit des Lebens genannt, ab“, sagt Mirko Pillatzki von der Sparkasse Bremen.

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Von Melanie Jülisch