Die Dimensionen von Diversität
Jeder Mensch ist einzigartig, das macht eine Gesellschaft so bunt und vielfältig. Doch wo genau liegen die Unterschiede und die Gemeinsamkeiten? Das Vierstufenmodell hilft dabei, diese zu erfassen. Ursprünglich wurden die inneren Dimensionen vom NTL-Institute in Bethel in den 1970er Jahren definiert. 1991 wurden sie durch Marilyn Loden und Judy Rosener um die äußeren Dimensionen erweitert. 1995 vervollständigten Lee Gardenswartz und Anita Rowe 1995 die organisationalen Dimensionen. In dem Vierstufenmodell steht im Zentrum die Persönlichkeit, gefolgt von den nahezu unveränderbaren Kerndimensionen, der äußeren und der „organisationalen“ Kreisebene. Je weiter eine Ebene vom Kern entfernt ist, umso wandelbarer ist sie.
Die Kerndimensionen
Im Mittelpunkt des Kreismodells nach Gardenswartz und Rowe steht die Persönlichkeit, die jeden Menschen zu etwas ganz Besonderem macht. Dann folgen die sieben Kerndimensionen, die den größten Einfluss auf Ein- oder Ausgrenzung haben:
- Alter
- Ethnische Herkunft und Nationalität
- Geschlecht und geschlechtliche Identität
- Körperliche und geistige Fähigkeiten
- Religion und Weltanschauung
- Sexuelle Orientierung
- Soziale Herkunft
Die äußere Kreisebene
Hierbei handelt es sich um veränderbare, teils auch mit der Zeit erworbene Aspekte. Auf sie haben wir einen größeren Einfluss.
- Geografische Lage
- Einkommen
- Gewohnheiten
- Freizeitverhalten
- Berufserfahrung
- Ausbildung
- Auftreten
- Elternschaft
- Familienstand
Die organisationale Ebene
Hierzu zählen Eigenschaften beziehungsweise Merkmale, mit denen sich die Zugehörigkeit zu einer Organisation beschreiben lassen. Vieles davon können wir selbst bestimmen.
- Funktion/Einstufung
- Arbeitsinhalte/-feld
- Abteilung/Einheit/Gruppe
- Dauer der Zugehörigkeit
- Gewerkschaftszugehörigkeit
- Arbeitsort
- Management/Status