Lieber Herr Kottisch, lieber Herr Schwampe, erstmals erscheint der i2b express als digitale Version. Damit bietet das Magazin viele Vorteile…
Das stimmt, beispielsweise können Videos eingebaut und interaktive Inhalte entwickelt werden. Wir versprechen uns durch die Digitalisierung eine erhöhte Reichweite, insbesondere in überregionaler Hinsicht. Außerdem wird sich die Reichweite durch eine permanente Aktualisierung mit großer Sicherheit erhöhen.
KI, Mobilität oder Nachhaltigkeit sind Schlagworte unserer Zeit, die Sie auf den i2b meet-ups unter immer wieder neuen, interessanten Aspekten beleuchten. Woher kommen die Ideen?
Zum einen bringen unsere Kooperationspartner fantastische Ideen ein. Zum anderen gelingt es uns über interessante, aktuelle Inhalte und unser offenes Netzwerkformat verschiedene Branchen und Zielgruppen passgenau anzusprechen und diese miteinander ins Gespräch zu bringen. Wir verstehen unsere Nordwest-Region als ganzheitlichen Wirtschaftsraum und sind der festen Überzeugung, dass der intensive Austausch zwischen Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Kultur am Ende allen Akteuren hilft. Dieses Konzept stößt auf breite Zustimmung.
Sie bringen eine Vielzahl ganz verschiedener Menschen zusammen – und sind damit sicher auch für so manche Erfolgsgeschichte verantwortlich. Woran liegt’s?
Die diversen Akteure der Gesellschaft, zum Beispiel aus Wirtschaft und Wissenschaft, haben jeweils ein individuelles Interesse an Transfer. Allerdings sprechen diese Akteure häufig eine eigene Sprache und arbeiten unter eigenen Zielsetzungen. I2b schafft es sehr oft, etwa über die Fokussierung spannender Themen, diese Akteure zu vernetzen und mit ihnen gemeinsame Zielsetzungen zu entwickeln.
Wichtig in diesem Zusammenhang ist der community-Gedanke. Durch die vielen Jahre der gemeinsamen Aktivitäten hat sich viel Vertrauen bei den Teilnehmern und Teilnehmerinnen gebildet. Insofern fällt es nicht schwer, auch sensible Themen diskret anzusprechen und hieraus spannende Ideen zu entwickeln und auch umzusetzen.
Sie selbst sind ja nicht nur i2b, sondern haben beruflich ganz andere Schwerpunkte. Eine gute Ergänzung?
Im Wesentlichen spielt meine Hauptbetätigung als Gründer und Vorstand der ePhilos AG keine große Rolle für das Netzwerk i2b. Langfristig und indirekt ist es natürlich immer ein Vorteil, in einer strukturstarken Region unternehmerisch tätig zu sein. Und in der Förderung dieses Ziels besteht schließlich die Idee von i2b.
Dem kann ich mich voll und ganz anschließen. Wir von team neusta sehen die gleichen Chancen und Risiken wie unsere Kooperationspartner und Gäste und wollen gemeinsam etwas bewegen.
Seit der Gründung vor 25 Jahren hat sich i2b auch über die Grenzen Bremens hinaus entwickelt hat. Welche Unterschiede gibt’s zwischen Bremen, Oldenburg, Bremerhaven und Berlin?
Die Anzahl der Veranstaltungen. In diesem Zusammenhang muss erwähnt werden, dass gerade im Austausch innerhalb der Nordwest-Region und damit der Vernetzung der einzelnen Standorte von i2b der große Vorteil dieses Netzwerks liegt.
Bleibt’s bei i2b im Norden?
Zurzeit sehen wir unseren Schwerpunkt in der Nordwest-Region und der Achse nach Berlin. Grundsätzlich sind wir aber auch offen, das i2b-Netzwerk in andere Regionen zu tragen. Dies macht aber nur dann Sinn, wenn wir an den jeweiligen Standorten Persönlichkeiten aus der Wirtschaft und Wissenschaft gewinnen können, die mit uns gemeinsam etwas im Sinne der jeweiligen Regionen und deren Unternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen bewegen wollen.
Worum handelt es sich beim Format i2b next level?
Wir haben uns schon lange mit dem Gedanken getragen, für die junge Generation zwischen 20 und 35 Jahren eine i2b-Struktur aufzubauen. Ziel ist es, dieser Zielgruppe aufzuzeigen, welche Chancen unsere Region bietet, welche tollen Unternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen es hier gibt und damit auch viele interessante Möglichkeiten und Perspektiven, um sich beruflich und privat weiterzuentwickeln.
Da uns klar ist, dass ein i2b-netzwerk für die junge und nächste Generation nur von Menschen dieser Generation aufgebaut und entwickelt werden kann, haben wir Workshops gemacht, ein engagiertes Team gefunden und gemeinsam losgelegt.
Ergänzen sich die beiden Netzwerke?
Ja, und zwar stärker als wir am Anfang gedacht haben. Aus unserer Sicht liegt es an der Tatsache, dass sowohl die jüngere Generation als auch die etablierte Generation verstanden hat, dass Erfolg nur zusammengeht und ein gegenseitiges Verstehen auf Augenhöhe etabliert werden muss.
Deshalb hat es uns auch nicht verwundert, dass i2b next level so gut angenommen wird und viele der i2b-Kooperationspartner sich neben i2b auch in dem noch recht jungen Format einbringen.